Funktionen der Anwendung

Was kann hin&weg?

Stadt­verwaltungen benötigen verlässliche Informationen über die zugrunde liegenden demografischen Prozesse, beispielsweise der Auf- und Abwertung von Wohnvierteln oder der alters- und geschlechtsspezifischen Zuwanderung aus dem Umland. Gleichzeitig fehlt es oft an Ressourcen und Kapazitäten, um um große Mengen statistischer Daten analysieren zu können und daraus Schlussfolgerungen für nachhaltiges politisches und planerisches Handeln zu ziehen.

Mit der Anwendung hin&weg lassen sich komple­xe Bevölkerungsbewegungen schnell und präzise analysieren und visualisieren. Es werden zwei Arten von Nutzung für Anwenderinnen und Anwender aus kommunalen Einrichtungen ermöglicht:

  • Explorative Datenanalyse mittels Visualisierung in unterschiedlichen Formen (Karten, Tabellen, Graphiken/Diagramme);
  • Erstellung von Visualisierungen für die Kommunikation von identifizierten sozial-räumlichen Prozessen nach außen (Entscheidungsträger, Monitoringberichte, breitere Öffentlichkeit).

hin&weg als Stand-Alone Software

Für die jetzige Projektlaufzeit wird hin&weg als Stand-Alone-Software entwickelt, das heißt, die Anwendung läuft auf einem isolierten PC, ohne Anbindung an das Internet. Dadurch ist die Software strikt von den Datensätzen getrennt und das Einspeisen von lokal gespeicherten Daten erfolgt auf dem eigenen PC. Dazu werden die Daten in das Programm eingelesen und mit Hilfe einer Datenverifizierung arithmetrisch geprüft. Die daraus entstehende Tabelle bildet die Grundlage für die Visualisierungen und Analysen.

Ein wesentlicher Vorteil, hin&weg als Stand-Alone Software zu gestalten, ist die bessere Gewährleistung des Datenschutzes, für den bei der Arbeit mit amtlichen Meldedaten besonders hohe Anforderungen gelten. So müssen die Städte personenbezogene und räumliche Daten entsprechend rechtlicher Vorgaben abschotten; die Daten dürfen nur für datenschutzrechtlich begründete, definierte Zwecke verwendet werden. Aus der abgeschotteten Stelle können Daten nur in aggregierter, anonymisierter Form geliefert werden. Verstöße sind strafrechtlich relevant, sodass Schnittstellen – obwohl erwünscht – nur aufwändig zu realisieren sind.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Stand-Alone-Software flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse in Stadtverwaltungen anpassen lässt, zum Beispiel bei der Auswahl der Raumeinheiten oder bei der Bestimmung der Altersgruppen.

Die Software Struktur:

Weitere Informationen zu den Vorteilen von hin&weg für Kommunen und zu der Möglichkeit, als Partnerkommune am Entwicklungsprozess von hin&weg mitzuwirken finden Sie hier.


hin&weg für die Öffentlichkeit

Für die öffentliche Kommunikation wird eine Public-Version von hin&weg entwickelt. Sie ermöglicht es, relevante Daten und Analysen für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen. Die Public-Version ist als ein zusätzliches Angebot zur Experten-Version von hin&weg zu betrachten.

Die Public-Version wird aus der Experten-Version abgeleitet und verfügt über eine reduzierte Auswahl von Funktionen, zum Beispiel ermöglicht sie keinen Zugang zu Rohdaten und arbeitet mit einer weniger detaillierten Differenzierung der Daten in Gruppen und Typen. Welche Funktionen und Visualisierungen freigeschaltet werden, entschieden die Stadtverwaltungen, die eine an die jeweiligen Anforderungen anpassbare Version der Software erhalten. Sie bestimmen auch welche Informationen öffentlich einsehbar sind und welche Daten im Sinne von Open Data heruntergeladen werden können.