Funktionen der Anwendung

Was kann hin&weg?

Stadt­verwaltungen benötigen verlässliche Informationen über die zugrunde liegenden demografischen Prozesse, beispielsweise der Auf- und Abwertung von Wohnvierteln oder der alters- und geschlechtsspezifischen Zuwanderung aus dem Umland. Gleichzeitig fehlt es oft an Ressourcen und Kapazitäten, um große Mengen statistischer Daten analysieren zu können und daraus Schlussfolgerungen für nachhaltiges politisches und planerisches Handeln zu ziehen. Gleichzeitig sind Bürgerinnen und Bürger von den Informationen der offiziellen Stellen abhängig, da eigene Analysen verfügbarer Datensätze oftmals an der Komplexität von Verflechtungsanalysen und dem damit verbundenen Zeitaufwand scheitern.

Mit der Anwendung hin&weg lassen sich komple­xe Bevölkerungsbewegungen schnell und präzise analysieren und visualisieren. So werden zwei Arten von Nutzung für Anwenderinnen und Anwender ermöglicht:

  • Explorative Datenanalyse mittels Visualisierung in unterschiedlichen Formen (Karten, Tabellen, Graphiken/Diagramme);
  • Erstellung von Visualisierungen für die Kommunikation von identifizierten sozial-räumlichen Prozessen nach außen (Entscheidungsträger, Monitoringberichte, breitere Öffentlichkeit).

Visualisierungen in hin&weg

Über die Kartenansicht werden Sachdaten in Bezug zu einer ausgewählten Fläche visualisiert. Die Anzahl der Bevölkerungsbewegungen wird anhand der Einfärbung der Flächen angegeben. Dabei sind Klassifizierungstyp, Klassenanzahl und Farbschema einstellbar. Die Richtung der Bevölkerungsbewegungen kann durch Pfeile verdeutlicht werden.

Eine geographisch ungebundene Übersicht der Verflechtungen bieten Balken-, Chord- und Sankey- Diagramme an. In den beiden letzteren werden Bevölkerungsbewegungen durch mengenproportionale Balken dargestellt. Das Chord-Diagramm ist kreisförmig und das Sankey-Diagramm wie ein Flussdiagramm ausgerichtet.

Verschiedene Visualisierungstypen können nicht nur einzeln, sondern auch gleichzeitig in verschiedenen Kombinationen angezeigt, analysiert und verglichen werden. Dabei heben Zeitreihen (unten rechts) und Indexwerte (unten links) die Veränderungen der Gesamtwerte der Zuzüge, Wegzüge und Saldi für die gewählte Bezugsfläche über mehrere Jahre besonders hervor.


hin&weg als Stand-Alone Software

hin&weg wurde als Stand-Alone-Software entwickelt, das heißt, die Anwendung läuft auf isolierten PCs, ohne Anbindung an das Internet. Dadurch ist die Software strikt von den Datensätzen getrennt und das Einspeisen von lokal gespeicherten Daten erfolgt auf dem eigenen PC. Dazu werden die Daten in das Programm eingelesen und mit Hilfe einer Datenverifizierung arithmetrisch geprüft. Die daraus entstehende Tabelle bildet die Grundlage für die Visualisierungen und Analysen.

Ein wesentlicher Vorteil, hin&weg als Stand-Alone Software zu gestalten, ist die bessere Gewährleistung des Datenschutzes, für den bei der Arbeit mit amtlichen Meldedaten besonders hohe Anforderungen gelten. So müssen die Städte personenbezogene und räumliche Daten entsprechend rechtlicher Vorgaben abschotten; die Daten dürfen nur für datenschutzrechtlich begründete, definierte Zwecke verwendet werden. Aus der abgeschotteten Stelle können Daten nur in aggregierter, anonymisierter Form geliefert werden. Verstöße sind strafrechtlich relevant, sodass Schnittstellen – obwohl erwünscht – nur aufwändig zu realisieren sind.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Stand-Alone-Software flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse in Stadtverwaltungen anpassen lässt, zum Beispiel bei der Auswahl der Raumeinheiten oder bei der Bestimmung der Altersgruppen.

Die Software Struktur:

Weitere Informationen zu den Vorteilen von hin&weg für Kommunen finden Sie hier.